Homophobe Aussendung der FPÖ ist an Absurdität nicht zu unterbieten
30.10.2008 13:26
Homophobe Aussendung der FPÖ ist an Absurdität nicht zu unterbieten
Für die FPÖ ist die Ausstellung der Stadt Wien "Different families - same love" im Wiener Rathaus eine Attacke auf die traditionelle Ehe. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Nicht die Ausstellung attackiert das Bekenntnis zu Partnerschaft und Familie, sondern die Aussendung der Freiheitlichen. Wenn Lesben und Schwule bereit sind, in einer Partnerschaft Rechte und Pflichten zu übernehmen und dies gegenüber dem Staat kundtun wollen, so zeugt dies genau vom Gegenteil dessen, was Klubobmann Schock behauptet!
Die Logik der FPÖ ist auch in anderen Punkten nicht nachvollziehbar: Schock behauptet, man könne nur Gleiches mit Gleichem und Ungleiches mit Ungleichem vergleichen. Da soll er mir aber mal erzählen, wie er PartnerInnenschaft definiert. Wenn er meint, die Ehe fördere ja nur die "Aussicht auf Nachkommen" müsste die FPÖ viele heterosexuelle Ehen bei Paaren, die keine Kinder haben können oder wollen, ebenso verbieten. Das ist ja hoffentlich nicht der Plan der FPÖ!
Ich fordere Schock auf, nicht über etwas zu politisieren, wovon er keine Ahnung hat: Es gibt längst lesbische und schwule Partnerschaften. Es gibt längst Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Das einzige was fehlt, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wenn gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften gleichgestellt werden, wird keine heterosexuelle Ehe weniger und kein Kind weniger geboren. Etwas anderes zu behaupten ist dumm.
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