Reaktionäre ÖVP erlegt gleichgeschlechtliche Partnerschaft
17.06.2008 13:51
Reaktionäre ÖVP erlegt gleichgeschlechtliche Partnerschaft
Ein Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Partnerschaft wird mit dieser Regierung nicht mehr in einer sinnvollen Form kommen. Eine schwere Niederlage für Josef Pröll.
Es ist wohl die Schüssel-Platter-ÖVP, die den Ton angibt, und nicht der sich in Selbstlob ergehende Josef Pröll. Die Stellungnahme von Innenminister Platter zum Lebenspartnerschaftsgesetz gehört ins vorletzte Jahrhundert. Für das Gesetz selbst ist das wohl der Todesstoß. Die ÖVP ergeht sich in einem ideologischen Machtkampf auf Kosten von Lesben und Schwulen, deren Gleichberechtigung längst überfällig ist.
Platter widerspricht Pröll und auch Seniorenchef Andreas Khol. Dieser sagt klar, dass eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eheähnlich sein muss, weil sonst auch heterosexuelle Paare Anspruch auf eine eingetragene Partnerschaft erheben könnten. Skandalös ist die gesetzliche Verankerung eines Adoptionsverbotes für gleichgeschlechtliche Paare. Damit wird die Chance auf eine spätere Adoptionsmöglichkeit massiv erschwert und das wäre ein großer Schaden für Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, denen damit jegliche Rechtssicherheit verwehrt wird.
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