Grüne Wien enttäuscht über Scheitern des Mahnmals für homosexuelle NS-Opfer
18.12.2009 14:10
Grüne Wien enttäuscht über Scheitern des Mahnmals für homosexuelle NS-Opfer
Marco Schreuder fordert internationale Neuausschreibung
Die Grünen Wien sind enttäuscht über das Scheitern eines Mahnmales für homosexuelle NS-Opfer, das 2005 von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny angekündigt wurde. In einem langen Prozess mit Beteiligung der lesbisch-schwulen Community fiel die Wahl auf den "Rosa Platz" von Hans Kupelwieser, der auf dem Morzinplatz installiert hätte werden sollen. Marco Schreuder, Gemeinderat der Grünen Wien: "Ich bin sehr enttäuscht. Es leben kaum noch Überlebende der NS-Zeit und die Community wartet seit vielen Jahren auf die Umsetzung des Mahnmales".
Positiv bewertet Schreuder den Plan, dass Matthias Herrmann temporäre Kunstprojekte zum Thema durchführen wird, denn so Schreuder "Herrmann ist sicher ein hervorragender Künstler aus dem queeren Bereich. Allerdings beharre ich - im Gegensatz zu HOSI Wien und SoHo - auf der Umsetzung eines fix installierten Gedenkortes und fordere daher Mailath-Pokorny auf, das Projekt international neu auszuschreiben und die lesbisch-schwule Community miteinzubeziehen"
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