Grüner Erfolg: lesbisch-schwule Community und Wiener Polizei im Dialog
14.09.2009 11:51
Grüner Erfolg: lesbisch-schwule Community und Wiener Polizei im Dialog
Marco Schreuder hat erreicht, dass zwischen der lesbisch-schwulen Community und der Wiener Polizei Vorurteile ausgeräumt werden.
Das Verhältnis zwischen Exekutive und lesbisch-schwuler Szene ist historisch und von gegenseitigen Vorurteilen geprägt. Diskriminierungserfahrungen aus Zeiten des Totalverbots von Homosexualität bis 1971 sowie diskriminierender Paragrafen, die bis 2002 Gültigkeit hatten, prägten dieses Verhältnis. Im persönlichen Gespräch können Probleme am besten gelöst werden. Kürzlich fand das zweite Treffen zwischen VertreterInnen lesbisch-schwuler Lokale, die sich vor allem rund um den Naschmarkt befinden, sowie der Wiener Polizei statt. Unterstützt wurde dieses Treffen auch von den Gay Cops Austria.
Ich freue mich, dass wir jetzt seitens aller Beteiligten an einer diskriminierungsfreien Zukunft arbeiten wollen. Bei demTreffen waren auch BeamtInnen der Kommissariate aus jenen Wiener Bezirken mit zahlreichen lesbisch-schwulen Lokalen vertreten. Das erleichtert ab nun auch den persönlichen Kontakt zwischen Exekutive und der lesbisch-schwulen Szene.
Ein weiterer Schritt, der bei diesem Treffen vereinbart wurde: Die Wiener Polizei will mittels eigens für die lesbisch-schwule Szene entwickelten Materialien auf die Möglichkeiten des direkten Kontakts zur Polizeiinspektion und kriminalpolizeilichen Beratung hinweisen und sich als Helferin anbieten, denn: Nach wie vor trauen sich viele Opfer homophober Gewalt nicht, diese Verbrechen anzuzeigen, weil sie ungeoutet leben. Dabei hat gerade die lesbisch-schwule Szene Interesse daran, dass diese Verbrechen geahndet werden.
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