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Samstag, 4. Februar 2012

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Zehn Jahre Homoriental

12.01.2010 16:28

 

Zehn Jahre Homoriental

Vor zehn Jahren begann Sabine von den Kairoboys regelmäßig Parties zu veranstalten - anfangs noch mit DJ Partner Adam, mittlerweile ist aus Homoriental ein Solo-Projekt geworden. Marco Schreuder sprach im Winter 2001 mit den beiden. Der Artikel erschien im März 2001 im Magazin Bussi.

Der Eingang zum Club Massiv war wie ein Nadelöhr. Auf Einlass Wartende mussten am Höhepunkt des Abends an der Tür warten, bis wieder ein paar gegangen waren. Im Club war die Stimmung mit orientalischem Dancefloor am Siedepunkt.
Die Bewegung der Menschenmasse erinnerte tatsächlich an einen Basar im Nahen Osten. Homoriental ist zu einem der angesagtesten Geheimtipps der Wiener Szene geworden.
Die Idee entstand aus ganz simplen Gründen. „Ein schwul-lesbisch gemischter Club mit Tanzmusik aus dem Orient, der Türkei, Indien und vom Balkan fehlte einfach“, so erkären die beiden Homoriental-Macher Sabine und Adam, alias die „Kairo Boys“, wie ihr äußerst erfolgreicher Event entstand. Beide arbeiteten bereits vorher als DJs von Ethno-Klängen, u. a. im Flex, im EKH und beim Abschlussfest der Regenbogen Parade 1998. Sie hörten von der Existenz türkischer oder indischer Queer-Clubs in Berlin oder London und beschlossen: Wien kann das auch.
Sabine und Adam kennen sich bereits aus der Schulzeit in Salzburg und zogen nach Wien in eine WG. „Wir lebten am Brunnenmarkt und dort kamen wir täglich mit allen möglichen Kulturen in Berührung. Deshalb haben wir uns auch mit dieser Musik beschäftigt“, erzählt der gebürtige Pole Adam.
Bereits bei der Premiere von Homoriental kamen viele Menschen. „Das lag wohl darin, dass diese Musik plötzlich in war“, meint Adam. Einen andereren Schlüssel zum Erfolg sieht Sabine auch in der ehrlichen Haltung: „Wir sind schwul und lesbisch, machen einen Club für Schwule und Lesben und spielen die Musik, die uns am meisten interessiert.“ Tatsächlich gelingt es privaten Veranstaltern selten, auf so entspannte Weise Lesben, Schwule und einige Heteros an einem Abend zusammen zu bringen. „Wir hören oft, dass das Publikum sich wohl fühlt“, sagt Sabine, und Adam unterstreicht: „Schwule haben mir oft gesagt, wie anders Homoriental ist – und das trotz eines fehlenden Darkrooms.“ Nur etwas mehr schwule und lesbische Migrant/innen wünschen sich die Veranstalter. „Wir sind lesbisch, schwul und multikulturell“, lautet die Botschaft.


homoriental – 15.1.2000-15.1.2010 – seit 10 jahren multikulturell-multisexuell
15. Jänner 2010, ab
WUK, Währingerstraße 59, 1090 wien

Special appearance by: Sabrina Andersrum & Süperstar Lara

Guest DJ: Ruby (bollywood/bhangra)

hosted by DJ Yasemin aka Kairo Boy



 

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