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Samstag, 4. Februar 2012

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Tel Aviv Memorial

04.08.2009 11:02

 

Tel Aviv Memorial

Am Mittwoch, 5. August 2009, um 19:00 Uhr wollen wir gemeinsam mit dem Rechtskomitee Lambda der Toten in Tel Aviv gedenken und ein deutliches Zeichen gegen homophoben Hass und Gewalt setzen.

Homophobie und Hassverbrechen finden überall in der Welt statt. Am 2. August erreichte uns die schreckliche Nachricht über ein Hassverbrechen in Tel Aviv. Ein Mann erschoss einen jungen Mann und eine junge Frau in einem Lesben- und Schwulenzentrum. Elf Menschen wurden verletzt. Anschließend wollte er auch in eine Schwulenbar eindringen um Menschen zu töten.

Tel Aviv, Summer 2009: We are with you!

Wir erklären uns solidarisch mit den Opfern, ihren Angehörigen und Freund_innen und wollen ein deutliches Zeichen gegen homophoben Hass und Gewalt setzen, egal wo auf dieser Welt.

Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Israel der einzige Staat des Nahen Ostens ist, in dem die Rechte von Lesben und Schwulen geschützt werden. Viele dieser mittlerweile geschaffenen Rechte, wie etwa die Stiefkindadoption oder die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen, gehen dabei weit über die österreichische Gesetzgebung hinaus, die in diesen Punkten der israelischen hinterherhinkt.

Umso schockierender war dieser Anschlag für die israelische Gesellschaft, deren Wut und Trauer über dieses Verbrechen wir teilen. Spontan fand sich die israelische Zivilgesellschaft auf den Straßen, um ihre Solidarität mit den Opfern zu demonstrieren, während die politischen Spitzen von links bis rechts dieses Hassverbrechen verurteilten und damit ein klares Zeichen gegen Homophobie und für Tel Aviv als einer der offensten, kreativsten und tolerantesten Städte der Welt gesetzt haben. Auch homosexuelle Palästinenser_innen fliehen aus Angst vor Verfolgung durch ihre eigene Regierung dorthin, um in Israel Schutz zu suchen. Solidarität mit der Tel Aviver Queer Community heißt daher gleichzeitig Solidarität mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten, die für andere Staaten der Region, wo die Verfolgung von Schwulen und Lesben an der Tagesordnung steht, als Vorbild dienen sollte. Daher weisen wir die Äußerungen jener zurück, die den Vorfall in Tel Aviv nur dazu benutzen, ihre israelfeindlichen und antisemitischen Ressentiments loszuwerden.

Während wir der Toten in Tel Aviv gedenken, wollen wir jene nicht vergessen, die tagtäglich Opfer homophober Gewalt und Verfolgung weltweit werden. Nach wie vor steht in vielen Staaten dieser Welt – vom Iran bis Mauretanien – auf Homosexualität die Todesstrafe. Wir wollen heute insbesondere auch für sie Kerzen zünden, und unsere Solidarität mit all jenen zeigen, die Opfer dieser staatlich sanktionierten Verbrechen sind.

Wir rufen alle Entscheidungsträger_innen weltweit dazu auf, für eine Welt einzutreteten, in der Verbrechen und Hass gegen Schwule und Lesben keinen Platz haben.

Die Grünen Andersrum und Rechtskomitee Lambda rufen auf: Tel Aviv Memorial

  • Mittwoch, 5. August 2009, 19:00 Uhr
  • Tel Aviv Beach, Donaukanal, 1020 Wien
  • Direkt an U2/U4 Station Schottenring, Ausgang Herminengasse

Mit:

  • Guy Feldman, stv. Botschafter Israels in Österreich
  • Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter und Sprecher der Grünen Andersrum Wien
  • Simone Dinah Hartmann, freie Autorin und Aktivistin
  • Dominik Mumgenast, SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität)
  • Gemeinderat Peter Florianschütz, SPÖ
  • Dr. Michaela Tulipan, Rechtskomitee Lambda
  • Maria Vassilakou, stv. Bundessprecherin der Grünen
  • Mag. Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
  • Grußwort: Ron Huldai, Bürgermeister von Tel Aviv, Yaniv Weizman, Tel Aviver Stadtrat und Leiter der israelischen LGBT Jugendorganisation
  • DJ-Line: Shane (Sündikat)

Unterstützt vom Bündnis gegen den Rechtsruck

 



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