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Freitag, 10. Februar 2012

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Keine andere Wahl, als Heinz Fischer zu wählen

14.04.2010 11:34

 

Keine andere Wahl, als Heinz Fischer zu wählen

Wir zeigen uns über Lesben- und Schwulenfeindlichkeit dieses Wahlkampfs bestürzt

Die Grünen Andersrum Wien sehen für die Bundespräsidentschaftswahl am 25. April für Lesben, Schwule und Transgenders nur einen wählbaren Kandidaten, nämlich Heinz Fischer. Am Wochenende stellte sich der amtierende Bundespräsident einem Hearing der Grünen. Dort sprach sich Heinz Fischer unter anderem für das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare aus, denn die Gegenargumente würde er nicht verstehen.

Für Landtagsabgeordneten Marco Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum Wien, sind diese klaren Worte des amtierenden Bundespräsidenten wichtig, denn "in diesem Wahlkampf sind die menschenverachtenden Töne gegenüber Lesben, Schwule und Transgender kaum zu ertragen und haben uns sehr getroffen. Ein fundamentalistischer, hetzerischer Christ sieht Homosexualität als 'Irrweg' und würde Gesetze, die gegen Diskriminierungen vorgehen, nicht unterschreiben. Eine andere Kandidatin hat sich nie glaubhaft vom Gedankengut des Nationalsozialismus und deren Menschenverachtung distanziert."

Petra Galkova, Co-Sprecherin der Grünen Andersrum Wien betont, dass "Weiß- oder Nichtwählen keine Alternative darstellt, da die Bundespräsidentschaftswahl mittlerweile mehr bedeutet, als nur die Wahl einer Person. Es geht viel mehr um die Frage, ob man den aufgeklärten demokratischen Rechtsstaat unterstützt, oder fundamentalistische oder rechtsradikale Strömungen auch durch Nichtwählen stärken möchte."

"Nicht nur Kandidat Rudolf Gehring sprach sich explizit gegen Menschenrechte für Lesben, Schwule und Transgenders aus. Auch Barbara Rosenkranz hat in ihrer Karriere immer wieder homophobe Äußerungen getätigt", erinnert Iris Hajicsek, Co-Sprecherin der Grünen Andersrum Wien, an Äußerungen der FPÖ-Kandidatin, die immer noch auf YouTube zu sehen sind:

Hajicsek appelliert daher, genau zu überlegen, wem am 25.4. die Stimme gegeben wird: "Man mag nicht immer mit dem amtierenden Bundespräsidenten einverstanden sein oder seine Arbeit gut heißen. Aber letztendlich repräsentiert in dieser Wahl nur er den Staat, in dem Lesben, Schwule und Transgender freier leben können, und den Staat, im dem auch die Arbeit des Bundespräsidenten kritisch begleitet werden kann."



 

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